ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit sieht Russland als Sicherheitsrisiko – tiefer Ost-West-Graben
Laut aktueller Umfrage empfinden 56 Prozent der Deutschen Russland als starke Bedrohung. Im Osten sind es nur 42 Prozent – zugleich sinkt die Zustimmung zur Ukraine-Militärhilfe.
03.09.2026, 16:15 · Von Redaktion PTBR News

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland betrachtet Russland als Sicherheitsrisiko für das eigene Land. Das geht aus dem ARD-DeutschlandTrend vom September 2026 hervor, den infratest dimap im Auftrag des Ersten erhoben hat. 56 Prozent der Befragten gaben an, die Sicherheit Deutschlands werde durch Russland „sehr stark" oder „stark" bedroht, 39 Prozent sehen dagegen „wenig" oder „gar keine" Bedrohung.
Zwischen West- und Ostdeutschland zeigt sich ein deutlicher Unterschied: In den westlichen Bundesländern nehmen 59 Prozent eine starke oder sehr starke Bedrohung wahr, in den östlichen nur 42 Prozent. Umgekehrt sehen 47 Prozent der Ostdeutschen wenig oder keine Gefahr durch Russland, im Westen sind es 36 Prozent.
Verschoben hat sich auch die Stimmung zur deutschen Militärhilfe für die Ukraine: 42 Prozent finden, die Unterstützung gehe „zu weit" – ein Anstieg um drei Punkte gegenüber der Vorerhebung und der höchste seit Kriegsbeginn gemessene Wert. 38 Prozent halten die Hilfe für „angemessen", nur noch 14 Prozent meinen, sie gehe „nicht weit genug".
Gefragt, welcher Partei sie am ehesten zutrauen, zu einem dauerhaften Frieden in Europa beizutragen, nannten die Befragten am häufigsten die Union (23 Prozent), gefolgt von der AfD (16 Prozent), der SPD (12 Prozent) und den Grünen (8 Prozent). 19 Prozent trauen dies keiner der Parteien zu.
Für den DeutschlandTrend wurden zwischen dem 31. August und 2. September 1.319 Wahlberechtigte telefonisch und online befragt, die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2 bis 3 Prozentpunkten.
Quelle: ARD-DeutschlandTrend / infratest dimap (via finanznachrichten.de, presseportal.de)
Status: Lizenziert · Abgerufen: 03.09.2026, 13:20
Bild: Reichstagsgebäude, Berlin. Foto: Berthold Werner / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (Symbolbild) · CC BY-SA 3.0

