Deutscher Umweltpreis 2026 geht an Klimajuristin Verheyen und Membranforscher Vossenkaul
Die mit 500.000 Euro dotierte Auszeichnung der DBU wird am 25. Oktober in Aachen von Bundespräsident Steinmeier überreicht.
03.09.2026, 08:44 · Von Redaktion PTBR News

Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geht 2026 an die Hamburger Umweltjuristin Dr. Roda Verheyen (54) und den Ingenieur Dr. Klaus Vossenkaul (61), Gründer und Geschäftsführer der Membion GmbH im nordrhein-westfälischen Roetgen bei Aachen. Der mit 500.000 Euro höchstdotierte Umweltpreis Europas wird zwischen beiden Preisträgern aufgeteilt.
Verheyen ist Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts und macht sich als Anwältin dafür stark, nationales wie internationales Recht auf konkrete Fälle von Klimaschäden anzuwenden – etwa für Betroffene extremer Wetterereignisse. Vossenkaul wiederum hat mit Membion eine Hohlfasermembran-Filtertechnologie für Kläranlagen entwickelt: Feine Filterröhrchen trennen aus Abwasser sauberes Wasser ab und entfernen dabei unter anderem Mikroplastik, Krankheitserreger, antibiotikaresistente Bakterien sowie Medikamenten- und Kosmetikrückstände.
Verliehen wird die Auszeichnung am 25. Oktober 2026 im Aachener Eurogress durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde würdigte Vossenkaul laut ZDFheute als „Pionier einer Technik, die den Standards von morgen begegnet" – mit Ausdauer und Erfindergeist.
Quelle: ZDFheute / DBU
Status: Lizenziert · Abgerufen: 03.09.2026, 14:35
Bild: Faulbehälter im Klärwerk Kaditz, Dresden. Foto: Stadtentwässerung Dresden GmbH / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (Symbolbild Kläranlage) · CC BY-SA 3.0
