Weltwetterorganisation warnt vor besonders starkem El Niño bis Jahresende
Nach WMO-Prognose könnte sich zwischen Juli und September 2026 eines der stärksten je gemessenen El-Niño-Ereignisse entwickeln.
02.09.2026, 10:00 · Von Redaktion PTBR News

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) rechnet damit, dass sich das Klimaphänomen El Niño zwischen Juli und September 2026 rasch zu einem starken Ereignis entwickelt, das die Wetterlagen weltweit bis in den Herbst hinein prägen dürfte. Für den Zeitraum September bis November sagt die WMO über nahezu allen Landflächen der Erde Temperaturen über dem langjährigen Durchschnitt voraus.
Regional dürften die Folgen sehr unterschiedlich ausfallen: In Australien, Indonesien und im südlichen Afrika erhöht ein starkes El Niño typischerweise das Risiko für Trockenheit und Dürren, während an der Westküste Südamerikas, in Ostafrika und im Süden der USA häufig überdurchschnittlich viel Regen fällt. Europa ist nach bisherigen Einschätzungen vergleichsweise wenig direkt betroffen.
Nach WMO-Prognosen zeichnet sich möglicherweise das stärkste seit Beginn systematischer Aufzeichnungen gemessene El-Niño-Ereignis ab, mit einem erwarteten Höhepunkt gegen Jahresende und Nachwirkungen, die bis ins kommende Jahr reichen könnten. Wie stark das Ereignis am Ende tatsächlich ausfällt, hängt von der weiteren Entwicklung der Meeresoberflächentemperaturen im Pazifik ab und wird von der WMO in den kommenden Monaten laufend neu bewertet.
Quelle: UNRIC (UN Regional Information Centre) / ZDFheute
Status: Lizenziert · Abgerufen: 03.09.2026, 14:30
